Selbstlernzentrum eröffnet

Besichtigung der Aufenthaltsräume Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Tebroke leiht sich das erster Buch aus: natürlich: "Harry Potter"

Während sich am Aschermittwoch Parteien im Süden stritten, freuten sich die Gäste im Nordflügel des Schulzentrums über die Fertigstellung des 2. Bauabschnitts der Ganztagsschule GHS Lindlar. Eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen erläuterten den Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie der Presse, wie die Spielausleihe in den Aufenthaltsräumen, das Lernen im Computerlabor und die individuelle Arbeit im Selbstlernzentrum funktionieren. Phillip Höfel verpasste Bürgermeister Dr. Tebroke einen Leserausweis und lieh ihm per Scanner einen Harry Potter-Band aus, der natürlich nach drei Wochen zurückgegeben werden muss …

Das Wichtigste in Kürze....

Umgestaltete Fläche: 1600 qm

Fördermittel des Landes: 1,7 Mio. €

Kosten incl. Renovierung: 2,6 Mio.€

Selbstlernzentrum:

40 kombinierte Arbeitsplätze Buch/Netz

Präsenzbibliothek nach Fächern sortiert

Nachschlagewerke (zentral)

Separate Schülerbücherei

Elektronisches Ausleihsystem

Kombinierter Kopierer / Scanner

Film- und Videobearbeitungs-PC

 

Computerlabor 1+2:

je 92 qm Fläche

je 25 PC-Arbeitsplätze (80 x 100cm)

Schulnetzwerk mit Windows-Server

Gesicherter Internetzugang

Aufenthaltsräume:

Raum 1: Gesellschaftsspiele, Ausgabe

Raum 2: Tischtennis, Billard, Airhockey, Kicker

Ausleihe: Sozialarbeiterin / Tutoren

12.00 - 12.45 für Klassen 5 / 6

13.00- 13.45 ab Klasse 7 und nach Vereinbarung

Outdoorspiele für Hof und Schulgarten

 

Aus der Zeitung:

Selbst lernen ist auf dem Vormarsch

Zweiter Bauabschnitt der Ganztagshauptschule eingeweiht - Gesamtkosten 2,6 Mio. Euro

 

Lindlar. Zwei nagelneue Computerräume mit insgesamt 50 PC-Arbeitsplätzen , zwei freundlich gestaltete Aufenthaltsräume mit allerlei Spielen für drinnen und draußen und ein großzügig gestaltetes Selbstlernzentrum - gestern Nachmittag wurden die neuen Räume für die Lindlarer Ganztagshauptschule offiziell eingeweiht.

Der Deutschunterricht der 5. Klasse findet am PC statt. Die Schüler lernen, Texte zu gliedern. Jeder sitzt an seinem Computer, verschiebt mit der Maus einzelne Absätze. Von seinem Lehrer-Arbeitsplatz aus kann sich Deutschlehrer Gottfried Bosbach auf jedem Bildschirm einloggen, außerdem per Beamer neue Aufgaben an die Wand werfen. Die PCs sind alle internetfähig, ein spezielles Programm verhindert, das die Schüler jugendgefährdende Seiten aufrufen können. gleichzeitig mit den neuen Räumen hat die Schule ein Schulnetzwerk eingerichtet. Jeder Schüler hat dort seinen eigenen, passwortgeschützten Computerordner,

 auf dem er Texte und Bilder abspeichern und bei Bedarf weiter bearbeiten kann. ohne Computerkenntnisse läuft in der Arbeitswelt von heute kaum noch etwas. Und so sind die 120000 Euro für die gesamte EDV-Anlage sicher gut angelegtes Geld. Ein paar Türen weiter im Aufenthaltsraum ist mächtig Stimmung: Drei Kicker, ein Billard- und ein Tischtennistisch erfreuen sich in der Mittagspause großer Beliebtheit. Von 12 bis 112.45 Uhr sind die Fünft- und Sechstklässler dran anschließend die Älteren. "Die Schüler müssen sich auch mal auspowern können", sagt Johanna Schlürscheid. Die Sozialpädagogin sorgt als Aufsicht dafür, dass es nicht allzu wild zugeht - und wird dabei von Tutoren aus der 7. Klasse unterstützt. Im zweiten Aufenthaltsraum, dort geht es stiller zu, machen es sich die Schüler bequem. Sitzsäcke laden zum Lümmeln ein, dazu gibt es Gesellschaftsspiele, die gegen Vorlage des Schülerausweises ausgeliehen werden können. "Spiele fördern das soziale Miteinander", sagt Schulleiter Robert Wagner.

Klasse 5 beim Deutschunterricht - Georg Giessler erläutert das PC-Labor Schüler beim Bearbeiten von Videos im Selbstlernzentrum
Kernpunkt der neuen Räume ist das fast 200 Quadratmeter große Selbstlernzentrum mit 40 PC-Arbeitsplätzen, Schülerbücherei und einem Scanner. Die Schreibtische sind so gestaltet, dass sich die PC-Tastatur mit einem Handgriff wegräumen lässt und eine 80 x 100 Zentimeter große Arbeitsfläche entsteht. Genug platz für Bücher und Hefte. Denn neben den elektronischen Medien können die Schüler auch auf Bücher zugreifen - auf Nachschlagewerke und Fachbücher, aber auch auf den neuesten Harry Potter. 20000 Euro flossen in den Kauf neuer Bücher.

 Wie aber funktioniert das Selbstlernzentrum? Schüler, die Referate

vorbereiten, können Material suchen und sammeln, aber auch an ihren Texten arbeiten. Mit Hilfe von Lernprogrammen lassen sich Unterrichtseinheiten wiederholen oder vertiefen. Vor allem aber bietet das Selbstlernzentrum die Möglichkeit zum individuellen Lernen.

Mit 1,7 Millionen Euro fördert das Land NRW den Umbau der Hauptschule Lindlar zur Ganztagshauptschule. Die Gemeinde Lindlar schießt weitere 924 000 Euro dazu, für Brandschutz und Renovierungsmaßnahmen. Der dritte Bauabschnitt, der neben Umbauten vor allem ein Berufsberatungsbüro und Ganztagsbüro für die 9. und 10. Klasse vorsieht, soll im Herbst abgeschlossen sein. (von Stefan Corssen)

Klasse 7 beim selbständigen erarbeiten von Referaten im Selbstlernzentrum

Schulleiter Robert Wagner freut sich über das neue Selbstlernzentrum Bürgermeister Dr. Terbroke bei der Eröffnungsrede
Ausklang bei Kaffee und Kuchen Ralf Rother (Architekturbüro) schenkt der Schule einen Baum